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Das zweite Bild 녹화물

26분
2008.7.22 ARTE 방영

PROGRAMM INFO

Dienstag, 22. Juli 2008 um 07.05 Uhr
VPS : 07.05
Wiederholungen :
Keine Wiederholungen
Das zweite Bild
(Frankreich, 2005, 26mn)
ARTE F
Regie: Mark Kidel
Choeographie: Henri Oguike
Tänzer: Anthony Kurt, Charlotte Eatock, Henri Oguike, Nuno Campos, Nuno Silva, Rebecca Gould, Rose Sudworth, Sarah Storer, Sarita Piotrowski


England, Japan und Afrika - verschiedener könnten die kulturellen Einflüsse auf Henri Oguikes Choreografien nicht sein. Nach großen Erfolgen in ihrer britischen Heimat hat sich die 1999 von ihm gegründete Henri Oguike Dance Compagny nun auch in Europa einen Namen gemacht.


ARTE F © Chris Nash
Zu den elegisch-leichten Klängen eines Streichquartetts tanzt Henri Oguike zunächst selbst auf einer blau ausgeleuchteten Bühne. Fließende und expressive Bewegungen wechseln sich ab, bis aus dem Halbschatten Taiko-Trommler auftauchen. Der getragene Rhythmus geht in schnelles Tempo, der Solotanz geht in einen impulsiven, energiegeladenen Gruppentanz über.
Taiko bedeutet auf Japanisch große Trommel. Die Trommeln wurden einst eingesetzt, um die Krieger zu wecken und den Feind auf dem Schlachtfeld einzuschüchtern, später wurden sie in Japan fester Bestandteil religiöser Riten. Die Tänzer der Henri Oguike Dance Compagny wandeln den kraftvollen Klang der Trommeln in Bewegung um. Ohne Zweifel ist einer der Höhepunkte des Tanzfilms das Solo der Londoner Percussions-Gruppe Meantime: In ihrer beeindruckenden Performance wird der enorme körperliche Einsatz sichtbar, den das Trommeln auf den großen Instrumenten erfordert. In ihrem Spiel verbindet sich die athletische Ästhetik des Trommelns mit einem streng ritualisierten Ausdruck.
Vor diesem akustischen Hintergrund entwickelt Henri Oguike, mal ironisch verspielte, mal streng disziplinierte Bewegungsmuster, die immer wiederkehren und an alte japanische Kampftraditionen erinnern. Die auf den Stücken "Frames per Second" und "Second Signal" basierende Choreografie vereint zeitgenössischen Tanz mit rituellen Bewegungsformen aus Afrika und Japan. Es scheint, als wolle Henri Oguike mittels der expressiven Tänze und des eindringlichen Trommelns die Aufhebung jeglicher Grenzen beschwören.

ZUSATZINFORMATION
Henri Oguike wird als Sohn eines Nigerianers und einer Waliserin in West Glamorgan geboren. Nach seinen Musik-, Theater- und Tanzstudien am Swansea College bringt er seine Ausbildung an der London Contemporary Dance School zu Ende. Von 1994 bis 1997 ist er Tänzer in der Richard Alston Dance Company, einem der größten britischen Tanzensembles der Gegenwart. Sein Stück "Amongst Shadows", das seine Uraufführung 1996 hat und eines der ersten von ihm choreografierten Stücke ist, wird 1997 mit dem Jerwood Award for Young Choreographers ausgezeichnet. Zwei Jahre später gründet er sein eigenes Tanzensemble, die Henri Oguike Dance Compagny, die inzwischen zu einem der renommiertesten Ensembles Großbritanniens avanciert ist. Seitdem choreografiert er Auftragswerke und erhält für seine Arbeit zahlreiche Preise.

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