라이프로그


[마인츠] Ballettmainz 녹화물

26분
2008.7.24 ARTE 방영

음악: 피아노를 위한 파르티타 6번 BWV 830 (요한 세바스찬 바하)
안무: 마르틴 슐래퍼
무대, 의상: 토마스 지글러
PROGRAMM INFO

Donnerstag, 24. Juli 2008 um 07.05 Uhr
VPS : 07.05
Wiederholungen :
Keine Wiederholungen
Ballettmainz
(Deutschland, 2004, 26mn)
SWR
Kostüme: Thomas Ziegler
Choeographie: Martin Schläpfer
Tänzer: Ana Méndez Lago, Bogdan Nicula, Carolina Francisco Sorg, Guido Wallner, Helge Freiberg, Igor Mamonov, Ivo van Zwieten, Julie Thirault, Jörg Weinöhl, Kirsten Ross, Marlúcia do Amaral, Nick Hobbs, Remus Sucheanà, Takuya Sawa, Yuko Kato
Ausstattung: Thomas Ziegler
Interpret: ballettmainz
Fernsehregie: Georg Wübbolt


Die hoch gerühmte Choreografie "Partita Nr. 6" von Martin Schläpfer mit der Kompanie des Ballettmainz setzt sich mit einer Komposition für Klavier von Johann Sebastian Bach auseinander.


SWR © SWR/Bettina Müller
Nach "Kunst der Fuge" (November 2002) kreierte Martin Schläpfer mit "Partita Nr. 6" ein weiteres Mal ein Ballett in der Auseinandersetzung mit Musik von Johann Sebastian Bach. In der Musik Johann Sebastian Bachs und gerade auch in seiner e-Moll Partita (BWV 830) gehen allgemeine Gattungsnormen und individuelle Formen, diffizile Konstruktion und emotionaler Ausdruck eine bewundernswerte Beziehung ein. Der musikalische Begriff Partita kann sowohl eine Variationsreihe, etwa in Bachs Orgelwerk, als auch - und das ist hier der Fall - eine Folge von Tänzen oder freien Stücken bezeichnen. Sie folgen dem traditionellen Format der barocken Tanz-Suite mit ihren vier Hauptsätzen "Allemande", "Courante", "Sarabande" und "Gigue".
Trotz der Durchsichtigkeit ihres Gewebes sind Bachs Partiten von einer dichten, detailreichen Konzentration des musikalischen Materials. Da jede Partita als ein geschlossenes Ganzes und nicht als Zusammenstellung separater Tanz-Nummern geschrieben wurde, besteht zwischen den verschiedenen Sätzen eine enge organische Beziehung. Wie viele der Arbeiten Schläpfers ist auch "Partita Nr. 6" Ausdruck eines permanenten Hinterfragens des tradierten Materials. Die kontinuierliche Erforschung von Bewegung und Raum wird zu einem kreativen Prozess, die offenen Fragen selbst zu Impulsen, Grenzen zu überschreiten, Widerstände herauszukehren, Formen zu modifizieren.
Martin Schläpfer tastet den klassisch-romantischen Formenkanon, aber auch Archaisches, wie zum Beispiel die Stampfmuster in der Toccata, nach ihren heutigen Bedeutungen und ihrem Wert ab, zitiert sie, arbeitet mit ihnen, bricht sie auf, ohne sie zu zertrümmern und lässt sie doch in neue, noch fremde Formationen einmünden, wodurch er sich wiederum über Bewegungskonventionen hinwegsetzen kann. So wird sein Choreografieren zu einem Prozess der fortwährenden erinnernden Aneignung - zugleich aber auch Brechung oder gar Verwerfung tradierter Normen. Und selbst die grundsätzliche Entscheidung für eine dem rein Tänzerischen verpflichtete Arbeit bricht er zuweilen augenzwinkernd auf.

ZUSATZINFORMATION
Das Tanzstück hatte am 29. Oktober 2003 in Mainz Premiere und wurde im Sommer 2004 für ARTE aufgezeichnet. Schon nach seiner ersten Spielzeit in Mainz wurden zwei Ballette von Martin Schläpfer ("Drittes Klavierkonzert" und "Die vier Jahreszeiten") im Fernsehen ausgestrahlt (ARTE, ZDF/Theaterkanal, 3sat). Im Sommer 2004 wurden die Schläpfer-Ballette "Partita Nr. 6", "Frogs and Crows" und "Ritirata notturna" aufgezeichnet.
Das Ballett Mainz, seit 1999 unter der Leitung von Martin Schläpfer, besteht derzeit aus 21 Tänzerinnen und Tänzern. Das Repertoire umfasst neben Balletten des Chefchoreografen Martin Schläpfer Werke von wegweisenden Künstlern des 20. Jahrhunderts wie George Balanchine, Kurt Jooss und Hans van Manen. Außerdem tanzte die Compagnie Ballette von Nils Christe, der in der Spielzeit 2004/05 mit "Fearful Symmetries" zum ersten Mal ein Stück eigens für das Ballett Mainz kreierte. Die Compagnie fühlt sich grundsätzlich der Neoklassik und dem Contemporary Dance verpflichtet, dies jedoch immer auch verbunden mit Offenheit für neue künstlerische Formen.
Martin Schläpfer wurde in Altstätten geboren. Ersten Ballettunterricht erhielt er von Marianne Fuchs in St. Gallen. 1977 gewann er den Schweizer Preis beim Prix de Lausanne und setzte sein Studium an der Royal Ballet School in London fort. Heinz Spoerli engagierte ihn 1978 in das Basler Ballett, wo er schnell zu einer der herausragenden Tänzerpersönlichkeiten wurde. Besonders prägend für seine künstlerische und tanztechnische Entwicklung war der Ballettmeister Peter Appel. 1983 wechselte Schläpfer als Solist in das Royal Winnipeg Ballet nach Kanada. Ein Jahr später kehrte er zum Basler Ballett zurück. 1990 gründete er in Basel die Ballettschule Dance Place. 1994 übernahm er die Direktion des Berner Balletts. Seit 1999 leitet er als Direktor und Chefchoreograf das von ihm neu formierte Ballett Mainz, das in kurzer Zeit zu internationalem Ansehen gelangte. Sein Ballett "Kunst der Fuge" wurde 2003 beim Europäischen Musikfest Stuttgart und beim Festival Basel tanzt präsentiert. Martin Schläpfer wurde 2002 mit dem Kunstpreis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Im September 2003 erhielt er den zum ersten Mal verliehenen Tanzpreis der Heinz Spoerli Foundation.

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