라이프로그


[파리 오페라 발레] 오르페우스와 에우리디케 (2008) 녹화물

2008.2.16 팔레 가르니에
110분

PROGRAMM INFO

Samstag, 16. Februar 2008 um 19.30 Uhr
VPS : 19.25
Wiederholungen :
Keine Wiederholungen
Orpheus und Eurydike
(Frankreich, 2008, 80mn)
ARTE F
Choeographie: Pina Bausch
Dirigent: Thomas Hengelbrock
Komponist: Christoph W. Gluck
Tänzer: Marie-Agnès Gillot, Yann Bridard, Wilfried Romoli, Emilie Cozette, Miteki Kudo
Ausstattung: Rolf Borzik
Libretto: Pierre-Louis Moline
Orchester: Balthasar-Neumann-Ensemble
Moderation: Annette Gerlach
Solist: Maria Riccarda Wesseling, Julia Kleiter, Sunhae Im


Live aus dem Pariser Palais Garnier: Erstmals gestattet Pina Bausch die Live-Übertragung einer ihrer Aufführungen: Glucks "Orpheus und Eurydike".


ARTE F © Ursula Kaufmann
Die Uraufführung von Pina Bauschs Choreografie nach Glucks "Orpheus und Eurydike" fand 1975 in Wuppertal statt. Ein Jahr nach "Iphigenie auf Tauris" (1974) schuf die Choreografin damit ein zweites Mal eine Gluck-Adaption in Modern-Dance-Manier. In der Spielzeit 2004/05 zeigte Pina Bausch diese legendäre Tanzoper aus den 70er Jahren erneut an der Opéra Garnier, in einer Bearbeitung für die Tänzer des berühmten Opernhauses. Seitdem gehört das Stück zum Repertoire. Im Februar 2008 ist diese Fassung im Palais Garnier jetzt wieder zu sehen, und zum ersten Mal überhaupt gestattet die Choreografin die Live-Übertragung einer ihrer Aufführungen.
Zur Handlung: Der begabte Sänger, Leierspieler und Dichter Orpheus zieht mit seiner Kunst Menschen und Tiere in Bann. Er verliebt sich in die Nymphe Eurydike, die, kaum, dass sie ihm angetraut ist, an einem Schlangenbiss stirbt. Der untröstliche Orpheus steigt in den Hades, um sie zu suchen. Die Götter, von Orpheus Spiel und Gesang betört, gewähren dem Unglücklichen eine Gunst: Er darf Eurydike ins Leben zurückholen, vorausgesetzt er dreht sich erst nach ihr um, wenn sie das Tageslicht erreicht haben. Doch kurz vor dem Ziel erliegt Orpheus seinem Verlangen und dreht sich nach Eurydike um. Verzweifelt über den endgültigen Verlust seiner Geliebten, zieht sich Orpheus ins Gebirge zurückt. Die Thrakerinnen, die sich von ihm verschmäht fühlen, reißen ihn in Stücke und zerstreuen seine Glieder. Orpheus' Kopf und die Leier werden an die Gestade der Insel Lesbos gespült, der Heimat der Dichtung. Orpheus' Seele wandert in die Unterwelt zu der Eurydikes und der Glückseligen.
Willibald Glucks (1714 - 1787) Oper gehört zu den wichtigsten künstlerischen Verarbeitungen des Orpheus-Mythos. In seiner ersten Fassung dienten die italienischen Verse von Ranieri de Calzabigi (1714 - 1795) als Libretto; die Uraufführung fand 1762 in Wien statt. Für das französische Publikum legte Gluck seiner Oper das Libretto von Pierre-Louis Moline zugrunde.
Das ist auch die von Pina Bausch verwendete Fassung. Sie folgt der Erzählung im Wesentlichen, aber den Schluss übernimmt sie aus der italienischen Version: Orpheus stirbt an der Seite von Eurydike. Die Texte werden in der vorliegenden Inszenierung allerdings auf Deutsch gesungen.
Ihre Aufführung unterteilt Pina Bauch in vier Bilder, denen sie jeweils einen symbolischen Titel gegeben hat: Trauer, Gewalt, Friede, Tod. Das Bühnenbild von Rolf Borzik ist schlicht, das Dekor eines jeden Bildes in den Farben Schwarz, Grau oder Weiß gehalten. Auch die Kostüme nehmen dieses Prinzip der Einfachheit auf: Die Männer tanzen beinahe nackt, die Frauen tragen lange, fließende Gewänder aus durchsichtigem Stoff oder Musselin.
Es spielt das Balthasar-Neumann-Ensemble unter der musikalischen Leitung von Thomas Hengelbrock. Als Solisten sind Elisabeth Kulman, Svetlana Doneva und Hélène Guilmette zu erleben, es tanzen Marie-Agnès Gillot und Yann Bridard.

ZUSATZINFORMATION
"Mich interessiert nicht so sehr, wie sich Menschen bewegen, sondern was sie bewegt." So beschreibt Pina Bausch ihren Zugang zum Tanz. Die deutsche Tänzerin, Choreografin, Tanzpädagogin und Ballettdirektorin des Tanztheaters in Wuppertal avancierte in den letzten Jahrzehnten zur Kultfigur der internationalen Tanzszene. Und gilt in der Fachwelt als die bedeutendste Choreografin der Gegenwart. Während ihre ersten Inszenierungen noch stark dem Modern Dance verpflichtet waren, änderte sich ihr Stil ab den "Sieben Todsünden" (1976) merklich und wurde zu dem, was später ihr Markenzeichen darstellen sollte: eine Mischung aus Gesang, Pantomime, Sprache und Alltagsgesten. Ihre Vorbereitungen auf ein Stück sind ebenso berühmt geworden: So stellt sie ihren Tänzern Fragen zu unterschiedlichsten Themen und Situationen, die ihrer Intuition nach zum Stück gehören könnten. Aus den entstehenden Improvisationen sucht sie das Material aus, das etwas noch nie Gesehenes darstellt, und versucht dann, es ins entstehende Stück einzubauen. Bauschs Stücke sind somit Collagen und Bilderfolgen an der Grenze zwischen Realität und Traum.
Pina Bauschs Stücke handeln von sehr persönlichen und gleichzeitig universellen Themen: von Ängsten, Terror, Tod, Verlassenwerden, Liebe und Sehnsucht sowie dem Verhältnis zwischen den Geschlechtern. Dabei sind die gefundenen Bilder so ungewöhnlich wie nur möglich. Außerdem nimmt Bausch die Masken und Verhaltensweisen, die Menschen in der Gesellschaft zeigen, immer wieder gerne aufs Korn.
Die 1940 in Solingen geborene Pina Bausch kann auf eine außergewöhnliche Karriere zurückblicken, in der sie nicht nur als Tänzerin auf den bedeutendsten Brettern der Welt getanzt, sondern auch ebendort Stücke von großer Bedeutung für die Tanzgeschichte inszeniert hat, wie zum Beispiel "Sacre du Printemps" (1975), "Die sieben Todsünden" (1976), Café Müller", Kontakthof" (1978), "Ritter Blaubart" (1977) oder,"Der Fensterputzer" (1997).

Donnerstag, 11. September 2008 um 15.00 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Orpheus und Eurydike
(Frankreich, 2008, 110mn)
ARTE F
Regie: Vincent Bataillon
Choeographie: Pina Bausch
Dirigent: Thomas Hengelbrock
Komponist: Christoph Willibald Gluck
Inszenierung: Pina Bausch
Orchester: Balthasar-Neumann Ensemble & Chor

16:9 (Breitbildformat)

Im Februar 2008 stellte Pina Bausch ihre überwältigend schöne Interpretation der Gluck-Oper "Orpheus und Eurydike" an der Pariser Opéra Garnier vor. Nun gehört das Stück zum Repertoire. Die eindringlichen Bilder der "getanzten Oper" handeln vom unausweichlichen Schicksal des Menschen, von Liebe und Tod.

Der begabte Sänger, Leierspieler und Dichter Orpheus zieht mit seiner Kunst Menschen und Tiere in Bann. Er verliebt sich in die Nymphe Eurydike, die, kaum, dass sie ihm angetraut ist, an einem Schlangenbiss stirbt. Der untröstliche Orpheus steigt in den Hades, um sie zu suchen. Die Götter, von Orpheus Spiel und Gesang betört, gewähren dem Unglücklichen eine Gunst: Er darf Eurydike ins Leben zurückholen, vorausgesetzt er dreht sich erst nach ihr um, wenn sie das Tageslicht erreicht haben. Doch kurz vor dem Ziel erliegt Orpheus seinem Verlangen und dreht sich nach Eurydike um. Verzweifelt über den endgültigen Verlust seiner Geliebten, zieht sich Orpheus ins Gebirge zurückt. Die Thrakerinnen, die sich von ihm verschmäht fühlen, reißen ihn in Stücke und zerstreuen seine Glieder. Orpheus' Kopf und die Leier werden an die Gestade der Insel Lesbos gespült, der Heimat der Dichtung. Orpheus' Seele wandert in die Unterwelt zu der Eurydikes und der Glückseligen.

Willibald Glucks (1714-1787) Oper gehört zu den wichtigsten künstlerischen Verarbeitungen des Orpheus-Mythos. In seiner ersten Fassung dienten die italienischen Verse von Ranieri de Calzabigi (1714-1795) als Libretto; die Uraufführung fand 1762 in Wien statt. Für das französische Publikum legte Gluck seiner Oper das Libretto von Pierre-Louis Moline zugrunde.

Das ist auch die von Pina Bausch verwendete Fassung. Sie folgt der Erzählung im Wesentlichen, aber den Schluss übernimmt sie aus der italienischen Version: Orpheus stirbt an der Seite von Eurydike. Die Texte werden in der vorliegenden Inszenierung allerdings auf Deutsch gesungen.

Ihre Aufführung unterteilt Pina Bauch in vier Bilder, denen sie jeweils einen symbolischen Titel gegeben hat: Trauer, Gewalt, Friede, Tod. Das Bühnenbild von Rolf Borzik ist schlicht, das Dekor eines jeden Bildes in den Farben Schwarz, Grau oder Weiß gehalten. Auch die Kostüme nehmen dieses Prinzip der Einfachheit auf: Die Männer tanzen beinahe nackt, die Frauen tragen lange, fließende Gewänder aus durchsichtigem Stoff oder Musselin.

Es spielt das Balthasar-Neumann-Ensemble unter der musikalischen Leitung von Thomas Hengelbrock. Als Solisten sind Elisabeth Kulman, Svetlana Doneva und Hélène Guilmette zu erleben, es tanzen Marie-Agnès Gillot und Yann Bridard.


핑백

  • Wunderkammer : 소장중인 녹화물 2008-06-04 12:51:14 #

    ... Orpheus und Eurydike </a> 국내 발레단 라 실피드 (9x 유니버설, 박선희/박재홍) 라 바야데어 (9x 유니버설, 임혜경/드라고스 미할차/김세연) 지젤 (96 유니버설, 문훈숙/이원국) 호두까기 인형 (97 국립, 최경은/김용걸) 백조의 호수 (99 유니버설, 문훈숙/박재홍) 지젤 (99 유니버설, 문훈숙/박재홍) 돈키호테 (99 국립, 김지영/김용걸) 잠자는 숲속의 미녀(9x 유니버설, 전은선/드라고스 미할차/임 ... more

덧글

  • menorah 2008/03/04 21:35 # 답글

    바우쉬와 왠지 어울리는 주제군요. 이번 공연보다 더 보고 싶기도...
  • reina 2008/03/05 19:35 # 답글

    menorah/저도 이 작품을 꼭 보고 싶어요. 한국에서 볼 수 있을지 모르겠지만^^
댓글 입력 영역